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Die schnelle Antwort auf diese Frage: JA.

Die etwas längere: Ja – sofern sie Dir passt.

Radhosen sind ja generell eine tolle Erfindung. Die eingearbeiteten Sitzpads bestehen aus atmungsaktivem Material und sorgen für einen bequemeren Sitz, Stöße und Unebenheiten werden ein wenig absorbiert, mehrstündige Ausfahrten somit weitaus weniger schmerzhaft. Viele Sportbekleidungshersteller führen neben den Herrenmodellen spezielle Radhosen für Frauen. Das ist generell eine gute Sache. Aber muss Frau sich deshalb auch mit einer Damen-Radhose rüsten?

Wo genau liegt der Unterschied?

Auch bei Radhosen ist der Unterschied dort zu finden, wo der Unterschied nun mal ist. Der aufgeklärte Leser weiß wovon ich spreche, Sportbekleidungshersteller wissen das ebenfalls – und designen spezifisch: das Sitz-Polster ist den Gegebenheiten der weiblichen Anatomie entsprechend geformt, vorne etwas kürzer und normalerweise etwas breiter als die Herren-Polster. Man nimmt Rücksicht auf das üblicherweise etwas breitere Becken, breitere Bündchen, weiters gerne auch Farben, Blümchen etc. So weit, so gut.

Ich selbst besitze weitaus mehr Herren-Radhosen als Damenmodelle. Das hat gleich mehrere Gründe:

  • Bib Shorts: ich stehe auf Bib Shorts – durch die elastischen Träger sitzt die Hose in jeder Situation perfekt, nichts rutscht, Rücken und Nieren sind gut geschützt und auch noch warm eingepackt.  Leider ist mir noch nicht eine wirklich gute Damen-Bib Short unter den Hintern gekommen. Insbesondere die Spielereien, die manche Hersteller mit den Trägern veranstalten, sind aus meiner Sicht eher befremdend als komfortabel. Generell gibt es leider nur ein äußerst bescheidenes Angebot an Trägerhosen für Frauen.
  • Design: sorry Mädels, aber Blümchen, Schnörkel und Pastellfarben …  das geht einfach nicht. Gar nicht.
  • Größere Auswahl: wie schon erwähnt, insbesondere bei Trägerhosen ist das Angebot bei Damen-Radhosen eher als armselig zu bezeichnen. Herren-Bibs gibt es dagegen zuhauf.
  • Team- Dressen: die Radhosen meines Vereins sind nun mal alle Herren-Bibs. Damit kann ich leben. Sehr gut.

Was spricht gegen Herren-Radhosen?

Eigentlich nicht sehr viel. Folgendes sollte man allerdings beim Kauf einer Herren-Radhose bedenken:

  • Teils größeres Sitzpolster: das Innenpolster von Herren-Radhosen ist manchen Mädels einfach zu hoch geschnitten. Für Buben ist das OK, die füllen das (bisweilen) ja gut aus – aber manche Damen macht die Größe des Pads schlicht und einfach wahnsinnig. Ich kann nur sagen: habe beides versucht und konnte keinen spürbaren Unterschied feststellen. Kommt natürlich auch auf das konkrete Modell an. Generell gilt: das Pad sollte eng anliegen und auf keinen Fall zu groß ausfallen. Sonst kann es zu unangenehmen Sitzproblemen oder gar Aufscheuern kommen. Ziemlich autsch.
  • Träger: manche Mädels sind von Trägerhosen maximal genervt. Ich kann das zwar nicht nachvollziehen, ist aber trotzdem so.
  • Zu lange Hosenbeine: teilweise fallen Herrenhosenbeine recht lang aus: ich mag das Hosenbein in der oberen Oberschenkelhälfte – nicht kurz überm Knie. Normalerweise werden Damen-Radhosen mit kürzeren Hosenbeinen produziert.

Mein Fazit

Eine gut sitzende Radhose sollte über einen elastischen Bund verfügen, dehnbar sein und darf vor allem weder oben, noch im Schritt, oder an den Beinabschlüssen irgendwie einschneiden oder gar scheuern. Die Nähte der Radhose sollten möglichst flach sein und die Beinlänge angenehm.

Das Wichtigste ist: du musst dich in deiner Radhose zu 100% wohl fühlen. Also ab in den Umkleideraum, anprobieren, stretchen, rumhüpfen, am Besten rauf auf ein Rad und Testsitzen. Wenn du das beim Shoppen beachtest, wirst du sehr lange brutal viel Spaß beim Biken mit deiner Radhose haben.

Damen- oder Herren-Radhose: wen juckt’s … Hauptsache, sie passt.

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